Gender zum Dritten

Die letzte Möglichkeit, männliche und weibliche Personenbezeichnungen in einem Text zu schreiben, lesen Sie hier.

(inn) wird eingeschoben

Ist die Endung für die männliche und weibliche Form dieselbe, dürfen Sie (inn) in Klammern einfügen.

Kolleg(inn)en, Patient(inn)en, Polizist(inn)en

Korrekt ist: Stamm, Klammer, inn, Klammer, en bzw. andere Endung. (Ganz ohne Leerschläge dazwischen)

Nicht erlaubt ist: Ärzt(innen)e, Ärzte(innen) oder etwas Ähnliches.
Die männliche Form entspricht nicht genau der Stammform.

Korrekt ist: Die Ärzte und Ärztinnen treffen sich heute Morgen. Den Ärzten und Ärztinnen wurde eine E-Mail gesendet. Den Ärzt(inn)en wurde eine E-Mail gesendet.
Da hier wegen des Dativs (Wem-Fall) die beiden Endungen wieder übereinstimmen, dürfen Sie die verkürzte Form mit Klammer benutzen. Alle Varianten mit Anhängen und Einschüben sind nur dann erlaubt, wenn die männliche und weibliche Personenbezeichnung genau übereinstimmen. Weichen sie voneinander ab, müssen Sie beide Formen zwingend ausschreiben.

 

Nach: PONS Band 2, Die grosse Grammatik DEUTSCH; Auflage A1 2012; PONS GmbH, Stuttgart; Seite 604