Direkte Rede

Dass die direkte Rede mit Anführungs- und Schlusszeichen eingeschlossen wird, und der einleitende Begleitsatz mit einem Doppelpunkt darauf hinweist, ist wohl allen klar.

Er sagte: "Ich hasse diesen Computer."

 

In der neuen deutschen Rechtschreibung gelten jedoch z. T. andere Regeln als in der alten Rechtschreibung, wenn die direkte Rede eingebettet ist. Statt alles zu erklären, schreibe ich einfach die verschiedenen Möglichkeiten korrekt auf. Beachten Sie die Reihenfolge der einzelnen Zeichen sowie die vorhandenen/nicht vorhandenen Leerzeichen. Damit Sie die Leerzeichen besser sehen, fügte ich mehrere hinein.

"Ich kündige",   sagte er,   "und zwar noch heute."

"Ich kündige noch heute,"   sagte er.

Er rief mir noch zu:   "Ich kündige heute",   dann verschwand er um die Ecke.

 

Frage- und Ausrufezeichen in der direkten Rede

Sie fragte:   "Was tust du denn hier?"

Er brüllte:   "Ich hasse diesen Computer!"

"Was tust du denn hier?",   fragte sie.

"Ich hasse diesen Computer!",   brüllte er.

"Kannst du",   fragte der neue Kollege, "  mir diese Arbeit bitte nochmals zeigen?",   und wandte sich seinem Computer zu.

Der neue Kollege rief:   "Bitte zeig mir diese Arbeit nochmals!",   und wandte sich seinem Computer zu.

 

Begleitsatz mit Ausrufe- oder Fragezeichen

Benötigt der Begleitsatz selber ein Ausrufe- oder Fragezeichen, wird dieses ganz am Schluss noch angehängt, ohne Leerzeichen dazwischen. Also ein richtiges "Kuddelmuddel" mit verschiedenen Satzzeichen.

Sag ihm doch mal deutlich:   "Ich kann das nicht!"!

Wenn doch irgendjemand endlich fragte:   "Was soll das eigentlich?"!

Fragte sie wirklich:   "Wie muss ich den Computer einschalten?"?

Was meinst du mit:   "Davon will ich nichts wissen!"?


Quelle:
PONS Band 3, Perfektes Deutsch; Auflage A1 2012; PONS GmbH, Stuttgart, S. 155/56
PONS Band 2, Die grosse Grammatik DEUTSCH; Auflage A1 2012; PONS GmbH, Stuttgart S. 593-95