Ausrufezeichen in der Geschaeftskorrespondenz

Ein Ausrufezeichen bedeutet, dass der Satz besonders nachdrücklich gemeint ist. Aufforderungen, Ausrufe- und Wunschsätze können mit einem Ausrufezeichen enden. Oft wird meiner Meinung nach dieses Zeichen aber zu häufig angewendet.

Auch wenn Sie nachdrücklich auf etwas hinweisen wollen, reicht meistens ein Punkt. Vor allem in der geschäftlichen Korrespondenz – dazu gehört auch die E-Mail – wirkt ein Schlusspunkt höflicher. Schreiben Sie lieber ganz direkt, wenn sie etwas speziell betonen möchten, oder setzen Sie einen Doppelpunkt oder Gedankenstrich.

Benutzen Sie ein Ausrufezeichen, fühlt sich der Leser / die Leserin, als würde er/sie angeschrien. Insebesondere, wenn Sie sogar mehrere Ausrufezeichen benutzen.

Aus diesen Gründen verzichte ich persönlich zu 99% auf Ausrufezeichen. Ich setze auf eine direkte Sprache mit direkter Ansprache statt «Wischiwaschi» Sprache mit Ausrufezeichen.

Textertipp

Überlegen Sie, in welchem Tonfall Sie den Satz sprechen würden. Falls Sie Ihr Gegenüber anschreien würden, können Sie ruhig ein Ausrufezeichen setzen. Ansonsten empfehle ich einen Schlusspunkt. Formulieren Sie lieber den Satz direkt und bestimmt. Das wirkt ebenso nachdrücklich, Sie bleiben jedoch höflich.

Quelle:

PONS Band 2, Die grosse Grammatik DEUTSCH; Auflage A1 2012; PONS GmbH, Stuttgart, S. 466 / 576

PONS Band 3, Perfektes Deutsch; Auflage A1 2012; PONS GmbH, Stuttgart, S. 317f