Weiter gehts mit Gender

Eine dritte Möglichkeit, männliche und weibliche Personenbezeichnungen zu schreiben, lesen Sie in diesem Beitrag.

" in" bzw. "innen" anhängen

Dies dürfen Sie nur, wenn der Stamm der weiblichen Form genau der männlichen Form entspricht.

Lehrer / -innen, Handwerker / -innen
Lehrer / -in, Handwerker / -in

Korrekt ist: männliche Form, Leerschlag, Schrägstrich, Leerschlag, Bindestrich, innen (ohne Leerschlag dazwischen)

Lehrer(innen), Handwerker(innen)
Lehrer(in), Handwerker(in)

Korrekt ist: männliche Form, Klammer, innen bzw. in, Klammer (ganz ohne Leerschläge dazwischen)

Ein verzweifelter Schreiber / eine verzweifelte Schreiberin hat das Problem, dass diese Form nicht in allen Fällen funktioniert, da oft der Artikel (ein/eine bzw. der/die) und ein Adjektiv (hier: verzweifelt) dazu kommt. Die Form mit der Klammer ist so gar nicht mehr möglich, weshalb der ungeübte Autor (die Autorin) manchmal Formen in einem Text mischt. Oder die /der ratlose Schreiberin /Schreiber findet fast unlesbare Möglichkeiten.

 

Beispiele in der Mehrzahl

Die Lehrer / -innen bereiten die Schüler / -innen auf die Lehre vor, die sie bei Handwerker / -innen absolvieren. Die Leser(innen) des Textes fühlen sich weniger persönlich angesprochen. Oft stolpern Leser(innen) mit den Augen über die vielen Schrägstriche bzw. Klammern, der Text ist unangenehmer zu lesen. Viele Schreiber(innen) benutzen gerne eine dieser Möglichkeiten, da sie viel Platz sparen können

 

Nach: PONS Band 2, Die grosse Grammatik DEUTSCH; Auflage A1 2012; PONS GmbH, Stuttgart; Seite 604